NewsSeitenblicke

Erstes Naturforum am Weissensee war voller Erfolg

Logos Gradualis - banner content

Rund 75 Teilnehmer:innen, viele spannende Inputs und ein gro√üer Konsens dar√ľber, dass es mehr Dialog und Lenkungsma√ünahmen braucht, um Naturr√§ume nachhaltig zu gestalten, anstatt Nutzungskonflikte auszul√∂sen: das waren die Highlights des zweit√§gigen Symposiums am Weissensee.

©Stabentheiner
©Stabentheiner

Die Beziehung von Mensch und Natur ist komplex. Die steigende Freizeitnutzung von Naturr√§umen durch Wanderer, Biker, Langl√§ufer, Winterwanderer, Skitourengeher und Co. macht diese Beziehung nicht einfacher. Speziell in Tourismusregionen kommt es mitunter zu Interessenskonflikten zwischen Land- und Forstwirtschaft, Grundbesitzern, J√§gern sowie Freizeitanbietern und -nutzern.  Wie man diese k√ľnftig vermeiden k√∂nnte, erfuhren rund 75 Teilnehmer:innen aus √Ėsterreich, Deutschland und S√ľdtirol beim ersten Naturforum am Weissensee, das gestern zu Ende ging. Inspiriert wurden sie von hochkar√§tigen Keynote-Speaker:innen, die praxisorientierten L√∂sungsans√§tzen pr√§sentierten.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Heintel (Professor am Institut f√ľr Geographie und Regionalforschung der Universit√§t Wien) beispielsweise betonte, dass Lebensr√§ume kooperativ gestalten werden m√ľssen. Die Verbindung von Tourismus und Regionalentwicklung sei daher essenziell. Sein L√∂sungsansatz: zuerst Widerspr√ľche identifizieren, R√§ume richtig lesen lernen und aufbauend darauf ein kooperatives Handeln entwickeln.

©Puntigam
©Puntigam

Gemeinsame Sprache finden

Auch Philosoph und Unternehmensberater Prof. Mag. Dr. Horst Peter Gro√ü zeigte sich optimistisch: ‚ÄěDas Problembewusstsein ist bereits vorhanden. In der Praxis werden jedoch Begriffe verwechselt bzw. falsch verstanden. Ein Naturpark hat nichts mit dem umg√§nglichen (Freizeit-)Park zu tun, wo die Bespa√üung im Vordergrund steht‚Äú, so Gro√ü. Solche Tatsachen m√ľsse man in der Kommunikation besser herausarbeiten. ‚ÄěGemeinsam und mit dem richtigen Kommunikationsdesign sollten wir es schaffen, L√∂sungen f√ľr mehr Nachhaltigkeit und Resilienz zu erarbeiten‚Äú, ist Gro√ü √ľberzeugt.

©Martin Hofmann
©Martin Hofmann

Erfolgreiches Praxisbeispiel aus der Region

Wie man in der Praxis solche Strategien bereits entwickelt hat, veranschaulichten DI Klaus Michor und DI (FH) Andreas Nemmert am Beispiel des ‚ÄěNachhaltigen Wege-Entwicklungsplans‚Äú f√ľr die Karnischen und Gailtaler Alpen. Dieser sei ein Erfolgsmodell und zeigt, wie wichtig der Dialogprozess zwischen den einzelnen Anspruchsgruppen ist. ‚ÄěDie Natur hat eine gro√üe Resilienz. Aber die Naturr√§ume haben Grenzen und damit st√∂√üt auch die gesellschaftliche Nutzung der Naturr√§ume an Grenzen. Um Lebensr√§ume f√ľr Alle nachhaltig zu sichern, braucht es eine integrative Lenkung bestehender Freizeitwege‚Äú, betonte Michor.

Unter der Leitung von DI Dr. Stefan Jocham und Ole Ipsen wurde ein weiterer detaillierter Einblick in das innovative Vorzeigeprojekt ‚ÄěNatur bewusst erleben‚Äú der Tourismusdestination Kleinwalsertal gegeben. In Zusammenarbeit mit der Revital Integrative Naturraumplanung GmbH und dem Institut f√ľr √Ėkologie der Universit√§t Innsbruck zielte man darauf ab, m√∂gliche Interessenskonflikte sowie widerstreitende Nutzungen in den sensiblen Landschaftsr√§umen zu minimieren.

Alle Details und weitere Infos zu den Themen und Referenten finden Sie unter www.natuerlich-wir.com/naturforum

Verwandte Artikel

Back to top button